Lieber echte Ideale als falsche Karriere

Ecplicit ContentDie Welt am Sonntag veröffentlichte heute ein augenöffnendes und sehr unterhaltsames (=explicit Content) Interview mit Sina Trinkwalder, das man nicht lesen sollte, wenn man weiterhin kurzsichtig nach dem Billigsten jagen will.

Mit 13 fing sie an, Artikel für die Zeitung zu schreiben, Comics zu zeichnen und zu fotografieren. Mit 15 zog sie von zu Hause aus und hielt sich mit Journalismus über Wasser, neben ihrem Abitur. Sie wollte nie einen Chef haben. Darum hat sie mit ihrem Mann eine eigene Werbeagentur eröffnet, aber nach 13 Jahren hat es „Klick“ gemacht.

Manomama - die Menschen

Heute ist sie Sozialunternehmerin, leitet die eigene Ökokleidermanufaktur  und gibt Arbeitslosen eine Chance. Manomama achtet nicht nur darauf, dass die Produkte am Ende der Kette „öko“ sind. Man arbeitet nach dem guten alten Motto der Köche: „Wo Du etwas Gutes hineingibst, kommt etwas Gutes heraus!“ Eine nachvollziehbare, in der Region wertgeschöpfte Produktion unter den strengsten ökologischen Massgaben ist das Ziel.

In Ihrem Buch Fairarscht: Wie Wirtschaft und Handel die Kunden für dumm verkaufen berichtet sie über die blutigen Seiten des Gutmenschenbusiness.

Fairarscht

(Beitragsbild: Michael Schrenk)

2016 World Press Freedom Index

Computer security expert and chief research officer at F-Secure Mikko Hypponen whom I’ve been following on Twitter since last year’s re:publica posted an interesting link to the 2016 World Press Freedom Index which shows all Scandinavian countries on top, Switzerland ranks 7th, Austria 11th and Germany 16th.

According to reporters without borders all of these countries are in a good situation. Countries considered in satisfactory situations are e.g. Spain, ranked 34th, the UK 38th,the US 41st and France 45th.

Countries in orange have noticeable problems with freedom of the press, red countries are in a difficult situation and black countries are in a very serious situation.

2016 World Press Freedom Index

Der Unterhändler

Quietschende Sessel im Zürcher Corso begleiteten gestern bei Bridge of Spies (deutscher Titel: Der Unterhändler) die klirrende (menschliche) Kälte am Checkpoint Charlie und anderen morbiden Schauplätzen des Kalten Krieges 1957 in Brooklyn und Berlin. Tom Hanks spielt den charakterstarken Pflichtverteidiger James B. Donovan, Mark Rylance den von trockenem Humor beflügelten sowjetischen Kunstmaler und Spion Rudolf Abel.

‘Bridge of Spies’ by DreamWorks Studios.
‘Bridge of Spies’ by DreamWorks Studios.

Die Bilder wirken sehr authentisch und bedrückend. Mit einem Budget von 40 Millionen US-Dollar kann man schon einiges bewirken. Die übertriebe Langatmigkeit ist vermutlich von Steven Spieberg beabsichtigt. Obwohl das Tomatometer der Topkritiker auf 98% steht, hätte ein Krimi für meinen Geschmack etwas mehr Spannung verdient. Die knapp 3 Stunden (inkl. Vorschau und Pause) fühlten sich auch so an.

In einer Szene fährt Donovan im Taxi im Westteil Berlins an einem Kino vorbei. Laut der Leuchtreklame über dem Eingang läuft u.a. die Komödie Eins, zwei, drei von Billy Wilder, die ebenfalls im geteilten Berlin im Agentenmilieu spielt und dabei die Akteure parodiert, besonders die Agenten des sowjetischen Geheimdienstes.

DreamWorks/20th Century Fox/Jaap Buitendijk
DreamWorks/20th Century Fox/Jaap Buitendijk