Das Herz der vierten industriellen Revolution

Nach meinem Besuch des WordCamp Europe im Wiener Museumsquartier letzten Sommer hätte ich eigentlich nicht gedacht, bereits Anfang 2017 erneut in die zweitgrösste deutschsprachige Stadt zu kommen. Dieses mal sogar in die ehemalige Residenz der Habsburger.

Als Blockchain-Enthusiast konnte ich mir die Chance nicht entgehen lassen, ein Blogger-Ticket zu besorgen und in Echtzeit auf Twitter und Snapchat über den EventHorizon Energy Blockchain Summit zu berichten.

So nahm ich also gestern und vorgestern als „Presse“-Mitglied an einer grandiosen Veranstaltung teil, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, in den Köpfen der Teilnehmer einen Samen zu säen, der die Energiewende beflügeln soll.

Was das EventHorizon Team hier auf die Beine gestellt hat, sowohl von der fast schon ehrfürchtig-traditionellen Location, futuristisch-künstlerischen Aufmachung, reibungslosen Organisation und den hochkarätigen Experten auf der sich drehenden Bühne, sucht vermutlich seinesgleichen. Auch die Liste der Teilnehmer offenbarte viele grosse Namen aus der europäischen und weltweiten Energiebranche.

Die vierte industrielle Revolution

Die seit 2008 existierende Blockchain-Technologie ist vor allem durch die Crypto-Währung Bitcoin bekannt und lässt sich relativ einfach als dezentrale Datenbank beschreiben, die so aufgebaut ist, dass rückwirkend keine Änderungen möglich sind.

Wenn man die Details dieser Technologie verstehen will, wird es sowohl für Laien, als auch für technisch versierte Menschen relativ schnell relativ abstrakt und komplex. Aber letztendlich geht es auch nicht darum, die technischen Aspekte im Detail zu verstehen, sondern die Tragweite der Einsatzmöglichkeiten zu begreifen.

The blockchain is at the heart of the Fourth Industrial Revolution.

Klaus Schwab, Executive Chairman, World Economic Forum

Am ersten Tag der Veranstaltung sprach Ethereum Erfinder Vitalik Buterin über die Vorteile der Dezentralisierung und in welchen Anwendungsfällen diese Sinn macht.

Die darauf folgende Expertenrunde über die Entstehung der Energie-Blockchain wurde von Ethereum Mitbegründer und CTO Dr. Gavin Wood eingeleitet.

Die Abwechslung zwischen Kurzvorträgen und moderierten Diskussionen, war sehr gut konzipiert und ermöglichte es den Teilnehmern den komplexen Themen bestmöglich zu folgen.

Zu beginn des zweiten Tages durfte ich Christoph Burger beim Morgenkaffee eine kleine Einführung in Twitter geben. Er ist Autor der ESMT-Studie Blockchain in the Energy Transition und bevor er Senior Lecturer am ESMT in Berlin wurde, leitete er unter anderem die Privatisierung einer Brauerei im afrikanischen Sambia. Wahnsinn!

Am zweiten Tag pitchten sage und schreibe 15 Startups den Teilnehmern und anwesenden Investoren ihre auf der Blockchain basierenden Geschäftsideen, was mir wieder mal klar machte, dass die Pioniere bereits jahrelang die Tragweite dieser Technologie erkannt haben und ernsthaft damit arbeiten, während viele noch nicht mal von ihr gehört haben.

Ich habe meine Stimme Slock.it aus Deutschland gegeben, die es ermöglichen, egal was ohne Zwischenhändler zu verleihen, verkaufen oder teilen. Die Blockchain ist quasi wie gemacht für die Sharing Economy. Gewonnen haben allerdings die Niederländer oneUp, die eher den Eindruck einer Startup Consulting Firma machen, aber offenbar viel Wissen in den Bereichen Data Science, IoT and Blockchain in den eigenen 4 Wänden haben, um Geschäftsideen gleich anfangs auf ihre Wirtschaftlichkeit hin zu prüfen. Das ist zwar nicht so spannend wie diejenigen, die Blockchain-Ideen umsetzen, aber vielleicht ist es genau das, was Investoren momentan noch nicht so gut einschätzen können, da die Blockchain wie bereits erwähnt, nicht ganz einfach zu verstehen ist.

Soviel von meiner Seite. Wer noch mehr zum Thema Blockchain im Energiesektor erfahren möchte, dem sei das Transkript eines Gesprächs zwischen Ed Hesse und der Think Tank Stiftung Neue Verantwortung ans Herz gelegt. Für ein generelles Verständnis über Blockchain, kann ich den Google Talk von Alex und den TED Talk von Don Tapscott empfehlen, die ich in meinen Blockchain Revolution Artikel eingebunden habe.

Zum Abschluss noch die sagenhafte EventHorizon 2017 Ouverture, die auf einem kleinen Bildschirm vermutlich nur halb so mächtigi einschlägt wie im grossen Redoutensaal der Wiener Hofburg.

Über den Veranstalter

EventHorizon wurde von Grid Singularity ins Leben gerufen, einem erfahrenen Team von Energiemarkt-Spezialisten und führenden Blockchain-Entwicklern, die eine dezentralisierte Energiedatenplattform entwickeln.

Mein eigener Akku Supercharger

Für eine 4-köpfige Familie gleicht sich die Investition in ein Ladegerät und einen Satz Akkus bereits nach dem ersten Jahr aus.

Infografik von http://www.varta-consumer.de/de-de/company/environment%20sustainibility/environment%20sustainibility

Nicht nur an einem Tesla Supercharger, sondern auch mit einem modernen Ladegerät lädt ein normaler Akku innerhalb von 20 Minuten.

Es hat mich schon lange genervt, dass ich immer wieder neue Batterien kaufe, obwohl ich bereits einige Akkus im Haus habe. Darum habe ich jetzt einfach mal ein modernes Ladegerät und je 8 AA und AAA Akkus bestellt.

Auf ein ökologischeres 2017!

8 digitale Fähigkeiten, die unsere Kinder beherrschen sollten

Neulich beim Elternabend an der Waldorfschule stellte die Informatiklehrerin ihren Lehrplan für kommende Schuljahre vor und erwähnte, dass in der 10. Klasse das Thema Sicherheit im Internet mit Smartphones auf dem Stundenplan stünde. Einige Eltern reagierten daraufhin leicht irritiert, da das Thema gerade jetzt für Achtklässler relevant sei.

Das Thema Medienkompetenz sollte sicherlich auch Teil des Schulunterrichts sein, aber viele Eltern überfordern hier meiner Meinung nach den Verantwortungsbereich von Schule und Lehrern.

Doch auch wenn Eltern diese Verantwortung vor allem bei sich selbst sehen, darf man dabei nicht vergessen, dass die Art und Weise wie eine 13-Jährige und ein 43-Jähriger an Internet-Medien heran treten komplett unterschiedlich ist. Selbst wenn Eltern medienkompetent sind, wird es ihnen somit nicht leicht fallen, ihren Kindern Medienkompetenz zu vermitteln.

Das World Economic Forum spricht in diesem Kontext von digitaler Intelligenz (Digital Intelligence oder DQ), welche in nachfolgender Grafik übersichtlich dargestellt und in verschiedene Bereiche unterteilt wird.

Digital Intelligence

Im dazugehörigen Artikel werden die einzelnen Bereiche erläutert und es wird auf die Webseite ProjectDQ verwiesen, welche einen interessanten Startpunkt für Eltern darstellt, die sich mit dem Thema digitale Intelligenz und Medienkompetenz noch tiefer auseinander setzen möchten.

DQ - der digitale Intelligenzquotient

Beitragsbild: Fünftklässler der Waldorfschule beim gemeinsamen Minecraft-Spiel, ein sog. Indie-Open-World-Spiel, das man in der Gruppe oder einzeln spielen kann.