Risiken und Nebenwirkungen von Computern und Smartphones

Als Waldorfschuleltern erhält man monatlich kostenfrei das ansprechend aufgemachte Print Magazin erziehungskunst – Waldorfpädagogik heute. In der Dezemberausgabe hat mich als erstes ein Artikel von Robert Neumann über Risiken und Nebenwirkungen von Computern und Smartphones angesprochen, einem Physiker und Waldorflehrer in den Fächern Mathematik, Physik und Informationstechnologie, sowie Dozent am Lehrerseminar in Kassel.

Eine der Kernaussagen des versucht wertfreien Artikels ist:

Einer der Kernaspekte von Medienkompetenz ist die Fähigkeit, die Medien zu benutzen und sich nicht von ihnen benutzen zu lassen.

Der Klassenlehrer meiner Tochter brachte bei einem Elternabend das Thema Maschinenschreiben mit zehn Fingern zur Sprache und begrüsste eine frühe Annäherung an dieses Thema, da dies zur Kompetenz beitrage, da man durch die Fähigkeit des Maschinenschreibens die Maschine beherrsche und nicht anders herum, zumindest auf physischer Ebene, was ja ein guter Anfang ist, um auch auf der geistigen Ebene diese Kompetenz zu erlangen.

Ein Kritikpunkt des Artikels betrifft das ständige „Zusammensein“ in sozialen Netzwerken, welches der Konzentration während eines längeren Zeitraums, in welchem man „für sich“ ist, diametral entgegen stehe. Ein amerikanischer Psychologe soll sogar empfohlen haben, nach 15 Minuten Unterricht eine „Tech-Break“ zu machen, in welcher die Schüler via Smartphone ihre sozialen Netze checken können, da sonst die Aufmerksamkeit im Unterricht sinkt und die Schüler das Gefühl haben, sie würden etwas verpassen.

Aus meinen eigenen Erfahrungen in sozialen Netzwerken und mit dem Internet, der ich täglich von Berufs wegen damit zu tun habe, kann ich bestätigen, dass es manchmal nicht einfach ist, sich durch Multi-Tasking nicht zu verzetteln. Sich in einem solchen Umfeld dennoch konzentrieren zu können erfordert viel Übung und auch Tricks wie z.B. das Deaktivieren von akustischen und visuellen Signalen beim Eingang neuer E-Mails oder anderer Mitteilungen. Nur durch den Einsatz intelligenter Filter ist es hier überhaupt noch möglich, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Waldorfkinder haben sicherlich eine gute Voraussetzung, diese Kompetenz trotz Informationsflut zu erlangen, wenn Eltern und Lehrer am gleichen Strang ziehen und das Internet Zeitalter nicht verteufeln, sondern den gekonnten Umgang damit vorleben.

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