Fernsehen als Sprachschule

Wenthworth

Die Eigenproduktion House of Cards mit Kevin Spacey ist für viele Grund genug Netflix zu abonnieren. Die letzten Jahre war die US-amerikanische Streaming Videothek ausserhalb von Nordamerika (USA und Kanada) nur über VPN (virtuelles privates Netzwerk) erreichbar. Für den diesjährigen Start auf dem deutschsprachigen Markt wurde nun sogar vieles auf Deutsch synchronisiert, wenngleich der Originalton mit englischen Untertiteln genau das ist, was aus dem gewöhnlichen passiven TV-Konsum einen aktiven Fremdsprachenkurs macht.

Die übersynchronisierte deutschsprachige TV-Landschaft ist unter anderem der Grund, weshalb die englische Aussprache in der DACH-Region deutlich schlechter ist als z.B. in Skandinavien und den Belenuxländern. Dort wird nämlich im gewöhnlichen TV-Programm vielen im Originalton mit Untertiteln ausgestrahlt. Auch in den Zürcher Kinos ist Originalton Gang und Gebe. Zwar mit deutschem Untertitel, aber dennoch gewöhnt man so das Ohr an die verschiedenen englischen Akzente und erlernt ganz nebenbei ähnlich wie ein Muttersprachler auf Englisch zu kommunizieren. Die Nachrichten auf Englisch zu verstehen ist relativ einfach, australisches Englisch wie z.B. in Wentworth ist schon etwas anspruchsvoller. US-amerikanischen Slang lernt man am besten in Orange Is the New Black.

Orange Is the New Black

Wentworth is zwar keine Netflix-Produktion, hat mir aber noch besser gefallen als Orange Is the New Black. Der Untertitel könnte in etwa lauten: Der süss-bitter ausgeklügelte Rachezug einer inhaftierten australischen Mutter.

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